Blick auf eine Schneelandschaft

Rauhnächte, Neujahrsvorsätze und Rituale: Wie Du dich wirklich neu ausrichtest (ohne Druck)

Die Zeit zwischen den Jahren – die magischen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr – ist beladen mit Mythen, Bräuchen und Vorsätzen. Es ist eine Zeit der Reflexion und der inneren Ausrichtung. Doch wie schaffst Du es, Deine Rauhnachtswünsche und Neujahrsvorsätze wirklich erfolgreich umzusetzen, ohne im üblichen Druck zu landen? Besser gefragt was passiert, wenn Du merkst, Du hast die Zeit verpasst oder hast währenddessen keine Lust mehr zum umsetzen?

Die Sperrnächte und Rauhnächte: Den Schleier lüften

Bevor die eigentlichen Rauhnächte beginnen, unterstützen uns die Sperrnächte (die Tage vor dem 24. Dezember) dabei, das alte Jahr zu reflektieren. Es ist die Zeit, in der wir Glaubenssätze, Verhaltensmuster und Gefühle loslassen dürfen, die wir nicht mit ins neue Jahr nehmen wollen.

In den anschließenden Rauhnächten heißt es, der Schleier zwischen der irdischen und der geistigen Welt sei besonders dünn. Es fällt uns leichter, in Kontakt mit unserem höheren Selbst, Energiewesen oder anderen Dimensionen zu treten. Weil der Schleier in der Zeit durchlässiger ist, eignen sich die Tage zwischen den Jahren besonders zur Manifestation, Meditation und Neuausrichtung. Jeder der zwölf Rauhnachtstage steht für eine eigene Energiequalität und einen Monat des kommenden Jahres. Der jeweilige Rauhnachtstag steht symbolisch als Wegweiser wie der kommende Monat sein wird.

Ein bekanntes Ritual sind die 13 Wünsche: Du schreibst 13 Wünsche für Dein neues Sein auf. Zwölf davon werden verbrannt und dem Universum übergeben. Den dreizehnten Wunsch darfst Du Dir im Laufe des Jahres selbst erfüllen.

Warum Neujahrsvorsätze oft scheitern

Und dann gibt es noch die klassischen Neujahrsvorsätze. Am Ende des Jahres ist die Motivation hoch, um im nächsten Jahr so einiges anders zu machen. Sei es mehr Sport zu machen, gesünder zu essen, besser auf sich selbst zu achten, weniger zu rauchen oder endlich die große Liebe zu finden.

Doch Hand aufs Herz: Wie lange halten diese Vorsätze? Und erfüllt das Universum wirklich brav alle Wünsche, nur weil wir Zettel verbrannt haben? Was ist, wenn Du einen Tag vergessen hast, krank warst oder schlicht keine Lust auf Räuchern hattest? Wird das neue Jahr dann automatisch „schlecht“?

Lass mich Dich beruhigen: Rituale und Wünsche sind wundervolle Werkzeuge – egal zu welcher Jahreszeit – aber sie sind nicht alles. Wir sind nicht an starre irdische Konstrukte oder bestimmte Zeitfenster gebunden. Wir als feinstoffliche, göttliche und unendliche Seelen haben keinen Zeitdruck. Den Druck machen wir uns nur selbst und Druck ist einer der stärksten Verhinderer unserer Träume.

Deine spirituelle Neuausrichtung: 3 Fragen für Dich

Sperrnächte und Rauhnächte, sowie Neujahrsvorsätze sind eine Einladung an Dich, bewusster zu werden. Sie sollen Dir Dein Leben erleichtern, nicht verkomplizieren. Sie laden Dich ein, um Dich ehrlich mit Dir selbst auseinanderzusetzen. Wann Du das tust, ist jedoch relativ. Wir sind immer verbunden mit der geistigen Welt und stehen in Austausch mit unserem höheren Selbst und dem Universum. Nutze die nachfolenden Fragen gerne für Dich zur Reflexion, zur Neuausrichtung und zum bewussten Manifestieren.

1. Wie sieht Dein Leben aktuell aus?

  • Wie fühlst Du Dich in diesem Moment – ganz ohne Maske?
  • Bist Du glücklich? Wenn ja, was macht Dein Glück aus? Wenn nein, was fehlt für Dein eigenes Glück?

2. Wie liefen die letzten Monate?

  • Was hat Dir Kraft gegeben und Dir Freude bereitet? Was hat das Gegenteil bewirkt?
  • Was möchtest Du definitiv nicht mehr in Deinen Alltag künftig haben?

3. Wie soll Dein Leben zukünftig verlaufen?

  • Was sind Deine tiefsten Träume, bei denen Dein Körper zu kribbeln beginnt?
  • Wer möchtest Du sein, und was ist dafür nötig um diese Version von Dir zu sein?

Diese Fragen sind nicht nur für das Jahresende gedacht. Sie dürfen Deine täglichen Begleiter werden.

Umso reflektierter und bewusster Du Dir über Dich und Dein Leben bist, desto stärker wird der Zugang zu Deiner Seele werden. Nur ein wacher Geist kann den Autopilot-Zustand verlassen und das Leben aus seinem Innersten heraus gestalten. Dadurch bekommst Du Kontrolle über Dein Leben, anstatt dass das Leben Dich lebt.

Das „Wie“ ist nicht Deine Aufgabe

Wenn alles möglich wäre, dann… sind unsere Wünsche meist groß – unvorstellbar. Und hier ist der Haken: Wenn Du mit Wunschvorstellungen arbeitest und Dich in Szenen verliebst, die vor Deinem inneren Auge aufleuchten, gehst Du in Resonanz mit Zeitlinien, in denen all das bereits existiert. Alles IST immer, gleichzeitig und jetzt. Wir begrenzen uns in der Realität aber oft durch das, was wir im Moment für „realistisch“ halten. Das was unsere Wahrheit zum jetzigen Zeitpunkt in unserem Leben ist.

Bild mit Mond magisch, mit Text

Doch das „Wie“ Du Deine Träume erreichst, ist nicht Deine Aufgabe. Deine Aufgabe ist es, in Resonanz mit Deinen Wünschen zu gehen, das Gefühl in Dir zu entfachen und Dich in Hingabe, Vertrauen und Dankbarkeit zu üben. Das Leben kann Wunder vollbringen. Es sind nicht wir, als Menschen die Wunder vollbringen, sondern es ist die Erlaubnis und die Bereitschaft Wunder zu empfangen durch unsere Seele. Dann wird es magisch und an diesem Punkt dürfen wir etwas Demut walten lassen.

Die Vogelperspektive: Warum wir wirklich hier sind

Wir hier auf Erden sehen die großen Zusammenhänge oft nicht. Uns fehlt die Vogelperspektive, aus der wir alle Verbindungen sehen könnten. Stattdessen betrachten wir die Welt durch eine Brille. Die Brille symbolisiert die Summe all unserer Erfahrungen und Erlebnisse. Geprägt durch Muster, Erziehung und gesellschaftliche Konditionierungen. Wichtig: Hier geht es niemals um Schuldzuweisung oder Bewertung.

Es ist, was es ist: Wir haben uns alle selbst unsere Lebensumstände vor der Inkarnation auf Erden bewusst ausgesucht. Wir wollten bestimmte Erfahrungen hier auf Erden machen. Das Leben besteht aus Erfahrungen und Entwicklungen. Durch Bewussheit schaffen wir Möglichkeiten zur Entwicklung. Wir wollen uns in der Materie erfahren. Wir wollen bestimmte Situationen und Gefühle durchleben. Wir wollen fühlen und uns spüren. Aus der Sicht unseres höheren Selbst bewerten wir hier nicht. Es gibt kein gut „Gut“ oder „schlecht“. Es gibt keine positiven oder negativen Erfahrungen oder Gefühle. Denn alles ist gleichwertig und gleichbedeutend für unsere Reise hier auf Erden.

Ja, manche haben sich „härtere“ Päckchen ausgesucht und niemand ist frei von Herausforderungen. Wir alle stolpern. Immer wieder mal. Egal auf welcher Frequenz wir Schwingen. Hinfallen, Staub abwischen und weitermachen gehört dazu.

Die Frage ist nur: Kämpfst Du dagegen an oder bleibst du im Vertrauen und stehst wieder auf? Bei Kampf entsteht Widerstand und Widerstand bremst uns aus.

Ganz ehrlich: Ja, wir dürfen auch mal fluchen, wenn die Kacke wieder am Dampfen ist. Wir dürfen uns eine Pause gönnen, wenn der Körper mal angeschlagen oder schwach ist.

Das Leben ist kein Sprint, sondern es ist ein Marathon.

Und Marathons werden auch durch bewusstes Management und Selbstfürsorge gewonnen. Von daher achte auf Dich selbst.

Was wir aber nicht dürfen, ist die Hoffnung zu verlieren, den Glauben an uns selbst und die Dankbarkeit für dieses Leben. Wir dürfen uns glücklich schätzen am Leben zu sein – jeden einzelnen Tag.

Es ist eine Ehre am Leben zu sein. Es ist ein Geschenk, viel zu fühlen, mit Dir selbst verbunden zu sein und wenn Du mehr willst vom Leben. Ja es macht das Ganze manchmal nicht einfacher. Doch Du bist näher an Deinem Glück dran, als Du glaubst.

Bild von Christmas Garden - Dunkel mit hellen Sternen

Die Crux mit der Erleuchtung und dem Hamsterrad der Selbstoptimierung

Ein großer Irrglaube unserer Zeit ist, dass wenn wir erst „Bewusstheit“ erlangt haben oder „Erleuchtet sind“, dass die Welt dann auf einmal Ordnung ist. Die Hoffnung, dass sich dann die Welt wie durch Fingerschnipsen in ein glitzerndes Einhornparadies verwandelt.

Das stimmt so ganz nicht.

Die Welt im Außen verändert sich nicht schlagartig. Es ist Deine innere Haltung die sich verändert. Es geht mehr darum wie Du die Welt wahrnimmst, anstatt wie die Welt ist.

Du darfst Dich verändern. Und hier ist die Crux:

Wir wollen oft lieber die Umstände oder die Anderen zu verändern, als uns selbst. Klar, das wäre auch einfacher 😉 Wir warten darauf, dass erst alles „heil“ sein muss im Außen, bevor wir zufrieden, glücklich und gesund sein dürfen. Wir warten auf Veränderungen und schieben dadurch die „Erleuchtung“ in den Wartemodus.

Es ist ein Irrglaube, dass wir erst komplett geheilt sein müssen, um eine glückliche Beziehung, viel Geld, Gesundheit und Glück zu haben. Die Probleme und Herausforderungen sind dann nicht weg. Ängste, Traumata, Selbstzweifel oder Krankheiten verschwinden nicht durch passende Umstände. Es gibt keine „richtige“ Zeit für Heilung, genauso wenig geht es darum alles zu heilen.

Von daher hör auf, darauf zu warten bis Du komplett heil bist. Ja, es geht um persönliche Entwicklung, aber es geht nicht darum in einen Selbstoptimierungswahn zu verfallen. So wie Du bist, bist Du genug.

Es geht darum den inneren Schalter zu finden. Der Schalter der das Leben annimmt wie es ist. Der nicht mehr darauf wartet, dass sich die Umstände verbessern, um für die eigenen Wünsche loszugehen. Sondern der jetzt anfängt, so wie Du bist – und dann auf dem Weg zu wachsen.

Es geht nicht darum, von all unseren Erfahrungen „geheilt“ zu werden, sondern sie als Teil unseres Wachstums anzuerkennen.

Du bist kein Opfer Deiner Umstände

Auch wenn wir nicht immer die Kontrolle über andere Menschen oder manche Situationen haben, haben wir immer die Macht über unsere Einstellung zu den Dingen. Fühlst Du Dich hilflos, traurig oder betrogen in Deinem Leben oder behältst Du Deine innere Ausrichtung und Stärke? In Deinem Innersten liegt eine Heiligkeit, über die niemand außer Dir Kontrolle hat. Es liegt an Dir wie Du die Welt sehen willst. Alles ist nur eine Entscheidung entfernt.

Das Leben ist voll von Entscheidungen und so bieten die Zeiten wie Rauhnächte oder Neujahrsvorsätze eine Möglichkeit bewusst neu zu entscheiden. Den Fokus wieder auf sich selbst zu richten. Auf das eigene Leben und Befinden.

Es ist eine Einladung. Die Einladung gibt es aber jeden Tag. Jetzt. Immer. Worauf wartest du?

Wenn Du ein Leben führen möchtest, das Dir Zufriedenheit und Leichtigkeit schenkt, ist das eine tägliche Praxis. Es reicht nicht nur in den Rauhnächten ein paar Rituale durch zu führen, oder zu Neujahr ein paar Tage motiviert zu bleiben. Nein. Du darfst es leben, Du darfst es fühlen und zwar jeden Tage.

Ja, ich dachte auch immer es wird ein Zauberstab geschwungen, ich räume einmal auf mit meiner Vergangenheit und dann ist alles Friede, Freude, Eierkuchen… dieser Mythus wurde mir gezogen, härter als mir lieb war.

Wenn Du ein bewusstes Leben führen möchtest, welches Dir Zufriedenheit, Leichtigkeit, Glück und Liebe schenkt ist das genauso Arbeit, die täglich genährt werden möchte. Die Arbeit muss nicht hart und anstrengend sein, dass ist ein alter Glaubenssatz. Sie darf leicht sein und Erfüllung bringen, aber sie will getan werden.

Frage Dich zum Abschluss: Was sind Dir Deine Wünsche und Träume wert? Was bist Du bereit zu geben?

Nur einmal im Jahr als modernes Ritual die Raunächte mitzumachen oder motiviert ins Neue Jahr zu starten oder willst Du leben und zwar so richtig? High on Life! Dann darfst Du Dir jeden Tag ein wenig Zeit für Dich nehmen. Es wird Dir gut tun!

Wenn Du keine Lust mehr auf das Hamsterrad der Selbstoptimierung hast und Deine tägliche Praxis mit Begleitung vertiefen willst, schau Dir mein Rise Like A Phoenix Programm an.

Du hast immer die Wahl!

Und auch hier kein Druck. Du musst weder das eine noch das andere machen. Es eine Entscheidung und das Leben bietet uns jeden Tag so viele Möglichkeiten zu wählen. Du wählst was für Dich im Moment stimmig ist. Denn wir haben immer die Wahl, wir sind frei in unseren Entscheidungen.

Zum Ende noch eine kleine Erinnerung: Wir wählen oft basierend auf alten Erfahrungen. Aber: Wie würdest Du wählen, wenn heute Dein erster Tag auf Erden wäre?

Alles Liebe

Steffi

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